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Willkommen beim Fördervereins Pax-Christi Essen-Bergerhausen
e. V.
Die PAX -
CHRISTI - Kirche wurde 1950 - 1959 als DOPPELKIRCHE (Ober- und
Unterkirche erbaut. Auf dem Boden der Unterkirche finden wir
NAMEN von Menschen, aus vielen Völkern und Rassen,
Weltanschauungen und Zeitepochen -bis in die Gegenwart-, die von
Menschen um ihr Leben gebracht wurden. Immer wieder müssen neue
Namen hinzugefügt werden. WERKE zahlreicher moderner Künstler
verdeutlichen aus christlicher Sicht das Ver- ständnis von Welt
und Mensch. Ursprünglich hieß diese 1949 gegründete
katholische Pfarrgemeinde ´Sankt Albertus Magnus´; sie wurde
mit Zustimmung von Papst Paul VI im Jahre 1968 in
´Pax-Christi-Kirche´ umbenannt.
In den letzten Wochen (seit Sept. 2004)sind über die
Grundidee der Kirche Falschinformationen verbreitet worden. Von
daher die dringliche Empfehlung, sich über die
Pax-Christi-Kirche in Essen selbst an Ort und Stelle einen
Eindruck zu verschaffen oder sich mit Fragen an die Pfarrei
selbst zu wenden, um zu einer differenzierteren Sicht zu kommen.
Die Pax-Christi-Kirche, auch wenn dem Namen nach identisch, ist nicht Mitglied der
Pax-Christi-Bewegung, unterscheidet sich seit deren
'Feuerstein-Beschluß' in friedens-theologischer Richtung.
Hinweise zu Bildpostkarten und Gebetsbildchen des 'Hörenden'
und andere - siehe bei 'Dank an die Künstler 10 + 11 Seitenende'
Weitere
Informationen zu Idee und Gestalt
dieser Kirche :
Bisher insgesamt 1100 Namen sind in der Pax-Christi- Kirche in Essen auf den Boden geschrieben: Namen von Menschen "aus allen Völlkern + Stämmen + Nationen + Sprachen + Religionen", also Namen von Christen, Juden, Moslems, Glaubenden und Nichtglaubenden, Gefallenen der Kriege, KZ-Opfer ebenso wie Menschen, die durch Kriege hier auf Straßen und in Häusern heute, durch Mafia, Terrorismus und Gewalt verschiedenster Art getötet wurden. Die Namen sind auf Tontafeln gebrannt und in den Boden der Unterkirche (das Gotteshaus geht über zwei Ebenen) eingelassen. Dazu 80 Namen von Ländern und Orten. Es sind Orte und Namen, die man kennt: Belfast, Stalingrad, Biafra, Lhasa, Temesvar, München 1972, Peking 1989, Heysel-Stadion 1985, Melanie und Karola Weimar, Hanns-Martin Schleyer und sein Fahrer Heinz Marcisz, John Lennon, Dietrich Bonhoeffer, John F. Kennedy, 900 Menschen der People's Temple-Sekte - 1978 in den Massentod getrieben, Savonarola, Sophie und Hans Scholl, Edith Stein, P. Alfred Delp. Erich Klausener, Nikolaus Groß, Maximilian Kolbe, Anna Göldin - letzte hingerichtete Hexe in Europa, sieben Trappisten - 1996 in Algerien ermordet, Mädchen und junge Frauen aus Flandern - 1996 für die pornographische Szene miß- braucht und getötet; Namen, deren Klang Entsetzen und Trauer erzeugt: Treblinka, Verdun, Hiroshima.
Und manche Steine bleiben Steine des Anstoßes: Opfer neben Tätern, die selbst Opfer wurden; Orte des Massakers neben Orten der Rache: Kirjat Schmonah und Maalot in Israel neben sechs südlibanesischen Dörfern. Dies sind - eine Erfahrung der Jahrzehnte mit dieser Kirche - immer auch Steine der Heraus- forderung, ob Menschen den Willen haben, sich das Evangelium Jesu Christi von der Feindesliebe zu eigen zu machen.
Nicht um eine 'Topographie der Täter' oder um eine 'chronique scandaleuse'geht es in dieser Kirche, auch nicht darum, Schuld (anderer) unauslöschlich festzuschreiben,auch nicht, wie kürzlich fälschlich verbreitet wurde, um Personen zu "ehren"! Eher geht es um Erinnern dessen, was 'menschenmöglich' ist und um die Anfrage nach Umkehr und Gewissen bei jedem selbst - und um die Würde jedes Menschen, bis hin zu dem Punkt, wie es soeben die Schlagzeile eines Berichtes über diese Kirche aufgenommen hat: "Auch Übeltäter sind Menschen",auch Gewalttäter sind - Menschen.
Und die Lichter, die hier von Leuten bei den Namen entzündet werden, tragen irgendwie in sich Sinn von Versöhnung und "die Sehnsucht, dass der Mörder, der Tod nicht das letzte Wort behält.
Der Gedanke, die Namen von Opfern tödlicher Gewalt in den Grund der Kirche einzuschreiben und sie im Gottesdienst zu nennen, ist aus einer Gemeinschaft Junger Katholiken während des Krieges mit Gründung der Pfarrei im Jahr 1949 zu dieser Kirche gekommen. Es sollten die Erfahrungen mit Diktatur, Krieg und Gewalt beim äußeren Wiederaufbau nicht vergessen, sondern zum Anstoß werden, sich einzusetzen für Wahrheit, Gerechtigkeit und Freiheit - im Sinne Jesu Christi. Daher auch der Name der Kirche: Pax-Christi - Friede von Christus! Von ihm ist als wahrhaft zündender Funke in die Menschheitsgeschichte die radikale Botschaft gebracht worden von Wert und Würde eines jeden Menschen, ob Frau oder Mann, Freund oder Feind, und gleich aus welchem Volk, welcher Rasse, Weltanschauung oder politischen Richtung. Kein Mensch ist deshalb Herr über das Leben eines anderen, niemand darf es beschädigen oder gar zerstören.Bei den Namen auf dem Boden der Kirche hat eine Besucherin, ehemals KZ-Häftling, aus ihrer Erfahrung treffend die Konsequenz gezogen: "Was mir passiert ist, soll keinem anderen Menschen passieren, auch meinem schlimmsten Feind nicht!", also könnte man hinzufügen: keinem Kurden in der Türkei, keinem Christen bei Kurden, keinem Juden bei Palästinensern, keinem katholischen bei protestantischen Iren - und umgekehrt!"
Aber die Bedrohung bleibt: 'Es ist der Mensch, der den Menschen bedroht'. Gleichsam vor aller Augen wird Tag für Tag das Leben von Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern durch Heimtücke, Lieblosigkeit, Brutalität, Terror oder Verrat ausgelöscht. So geht das 'Auf-den- Boden-schreiben' von Namen weiter (In der Regel wird alle vier Jahre ein neues Namenfeld eingefügt).
Inzwischen ist die Pax-Christi-Kirche zu einemAnziehungspunkt für viele Menschen geworden: Schulklassen, Firmgruppen, Pfarrgemeinden und viele Einzelbesuchern kommen und lassen sich bewegen von Schicksalen, von dem, was Menschen aus allen Epochen durch Menschen erlitten, was Menschen gewagt und durchgestanden haben; zunächst überrascht und dann einverstanden sind viele Besucher , daß inmitten von sehr viel Parteiischsein und Aussonderung in der Gesellschaft hier eine Kirche und Gedenkstätte ist, in der allein der Titel 'Mensch' zählt, weil jeder Mensch Bild Gottes ist
Von den NAMEN "aus allen Völkern + Stämmen + Nationen + Religionen, aus allen Zeiten + Zonen" , nach der Konfrontation mit Elend und Glanz des Menschen steigen die Besucher hinauf in die sogenannte Oberkirche, die in Raumgestalt und künstlerischen Zeichen der Hoffnung Ausdruck gibt, daß Trauer und Tod nicht das letzte Wort behalten; für Christen eine Hoffnungsvision, die Kräfte und Richtwerte für verantwortliches Leben zu jeder Zeit vermittelt.
Kontaktanschrift für Besuche: Siehe unter Gottesdienst
In englischer Sprache:
Welcome in Pax-Christi-Church - memorial place and parish in Essen
One thousand one hundred names have so far been inscribed in the floor of the Pax-Christi Church in Essen: they are the names of people "from all peoples + tribes + nations + languages + religions", hence names of Christians, Jews, Moslems, Believers and Non-Believers, soldiers killed in action, concentration camp victims as well as names of people who have been killed by the mafia, by terrorism or by violence of different kinds in wars, in the streets here and in houses today. The names are baked into clay tablets and inserted into the floor of the lower church (the church comprises two levels). There are also 80 names of countries and places.They are well known names and places: Belfast / Stalingrad / Biafra / Lhasa / Temesvar / München 1972 / Peking 1989 / Heysel-Stadion 1985 / Melanie and Karola Weimar / Hanns-Martin Schleyer and his driver / Heinz Marcisz / John Lennon /
Dietrich Bonnhoeffer / John F. Kenney / 900 people of the Peoples Temple sect, driven to their deaths / Savonarola / Sophie und Hans Scholl / Edith Stein / Pater Alfred Delp / Erich Klausener / Nikolaus Groß / Maximilian Kolbe / Anna Göldin the last witch to be executed in Europe / seven Trappists assassinated in Algeria in 1996 / girls and young women from Flanders, sexually abused and murdered in 1966 for the pornographic scene / names which conjure up a sense of horror and grief: Treblinka / Verdun / Hiroshima.
The contents of some tablets remain bones of contention: victims listed beside perpetrators who became victims themselves; places of massacre next to places of revenge: K. Sch. and M. in Israel next to six South-Lebanon villages.
The purpose of this church is not to set up a list of evil-doers or a chronicle of shame, nor is its aim to irrevocably establish the guilt of others; rather is it a question of reminding us of the things that people are capable of as far as the highest achievements, threats of violence and the most miserable suffering are concerned. It should also be seen as a seeking for a change for the better and as an appeal to the conscience of each individual.The idea of inscribing the names of victims of deadly violence into the floor of the church and of including the names during services occurred to a community group of young Catholics during the war and was realized with the foundation of the Parish in 1949. The idea was that people, caught up in the post-war reconstruction, should not forget their experiences with dictatorship, war and violence, but rather should be given the impetus to fight for truth, justice and freedom in accordance with the teachings of Jesus Christ. That is also the origin of the name of this church: Pax Christi The Peace of Christ! As a true vital spark in mankinds history he brought the revolutionary message of the worth and dignity of every individual, whether woman or man, friend or enemy no matter from which nation, race, or philosophy of life or political thinking. Acccording to His teaching no one should prejudice or damage let alone destroy human life; in other words no person should exercise the power of life and death over any other person.
When reading the name on the floor of the church one visitor, a former concentration camp victim, aptly drew the conclusion from her experience: What has happened to me, should never happen to any other human being, not even to my worst enemy! consequently one could add to no Kurd in Turkey, to no Christian among the Kurds, no Jew among the Palestinians, no Catholic at the hands of Protestant Irishmen and vice versa.
The threat, however, remains: It is still man who poses the biggest threat to his fellow man. It is common knowledge that every day, the lives of women, men, young people and children are being destroyed through treachery, hard-heartedness, brutality, terror or treason. And thus we need to continue the imprinting of victims names into the floor of the church; as a rule a new list of names is added every four years.
In the meantime the Pax-Christi-Church has become a focus for a variety of people: school classes, company groups, believers and non-believers and many individuals come and are moved by the fates of what people from all epochs have suffered at the hands of their fellow man, and by what people have dared and endured. Many visitors are at first surprised but then pleased that in the midst of so much partiality and exclusion in our society there is a church and memorial, in which only the title human being is important, - founded on the Christian belief that every human being is made in Gods image.
After the confrontation with the lists of names "from all peoples + tribes + nations + religions + from all times + zones the visitor ascends to the so-called "Upper Church", which through its interior design and artistic drawings expresses the hope that injustice, grief and death will not have the last word. For Christians it represents a vision of hope that conveys the necessary guidelines and fortitude to lead a responsible life at any time.
Contact for visitors: Fon 0201 - 514 69 86